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Geschichte in Buchbrunn e.V. - Artikelreihe

Geschichte in Buchbrunn e.V. - Artikelreihe im Gemeindeblatt „Aus der Geschichte“
Vor fünfzig Jahren: 1976, das Jahr der Arbeit am neuen Sportgelände
Das Jahr 1976 war von den Arbeiten am neuen Sportgelände geprägt. Typisch für Buchbrunn waren die umfangreichen Eigenleistungen: Viele Freiwillige beteiligten sich – trotz außergewöhnlicher sommerlicher Hitze – und trugen wesentlich zur Fertigstellung der Anlage bei.

Die Vorgeschichte: Das Ende des Dreschplatzes und die Gründung des Sportvereins
Zwei Entwicklungen gingen der Anlage des Sportgeländes voraus: Zum einen die Modernisierung der Landwirtschaft. Das Gelände des heutigen Sportplatzes hatte lange Zeit als Dreschplatz gedient. Nachdem immer mehr landwirtschaftliche Betriebe in Buchbrunn Dreschmaschinen (zunächst stationär, später als Mähdrescher) einsetzten, wurde der Platz in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht mehr benötigt. Zum anderen war 1947 durch Helmut Geißendörfer der Turn- und Sportverein Buchbrunn gegründet und 1949 unter Bürgermeister Martin Näck ein erster eigener Fußballplatz geschaffen worden.

Foto aus dem Nachlass von Karl-Heinz Schmidt. Die Personen von links nach rechts: Martin Wachter (im Rollstuhl), daneben sein Sohn Jürgen Wachter, Manfred Netter Karl-Heinz Schmidt, Albert Hinnerkopf, Peter Müller, Franz Asbeck, Günter Fuchs, Arnold Raaz (trinkend), Karl Dörr (mit Sonnenbrille und Hut), Horst Müller (vorne in der Mitte sitzend mit gestrecktem Bein, der Rollstuhl gehörte zu Horst Müller, der ihn in der Pause an Martin Wachter ausgeliehen hatte).

Die Entstehung des Sportgeländes
Mitte der 1970er-Jahre kam das Vorhaben entscheidend voran: Unter Bürgermeister Hans Gernet fasste der Gemeinderat den Beschluss zum Bau einer neuen Sportanlage. 1975/76 wurde das neue Sportplatz-Freigelände im Zuge der Flurbereinigung angelegt. Das Vorhaben war nicht unkompliziert: Der Buchbrunner Bach musste teilweise verrohrt werden, um ausreichend Platz für ein normgerechtes Spielfeld zu schaffen. Die Baukosten beliefen sich auf rund eine halbe Million D-Mark. Möglich war die Umsetzung letztlich nur durch staatliche Zuschüsse und freiwillige Arbeitsleistungen aus der Bürgerschaft.Bereits im Dezember 1975 pflanzten Schülerinnen und Schüler der Oberklasse gemeinsam mit TSV-Mitgliedern rund 2.500 Bäume und Sträucher rund um das Gelände. 1976 stand dann ganz im Zeichen der praktischen Umsetzung: Trotz großer Hitze verbrachten zahlreiche Freiwillige den Sommer mit eigenhändiger Arbeit am neuen Sportgelände. Im Juli 1977 wurde die Anlage offiziell eingeweiht und dem TSV Buchbrunn übergeben. Sie verbesserte die Trainings- und Spielbedingungen deutlich, zur Freude vieler Sportbegeisterter. Neben Richard Müller, der damals als Trainer und Spieler wichtige Impulse setzte, engagierten sich auch Frauen im Vereinssport:
Irmi Kristmann baute die Damengymnastik auf, Helga Schmidt leitete die Abteilung „Sport Allgemein„. Sie und viele weitere sorgten dafür,