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Geschichte in Buchbrunn e.V. - Artikelreihe

Vor 45 Jahren, im Dezember 1981, wurde der rund 35 Kilometer lange Abschnitt der A7 vom Autobahnkreuz Biebelried bis Uffenheim/Langensteinach für den Verkehr freigegeben. Für Buchbrunn endete damit eine Entwicklung, die das Dorf über viele Jahre beschäftigt hatte.

Kaum war die Flur geordnet, kam die Autobahn
Als die Planung Anfang der 1970er begann, war die letzte umfassende Flurbereinigung gerade erst abgeschlossen. Sie hatte größere, maschinengerechte Grundstücke, bessere Feldwege und zugleich Bauland für Schule und Siedlung geschaffen. In der Teilnehmergemeinschaft wirkten unter anderem Hans Gernet, Hans Sattes, Georg Holzberger, Artur Geißendörfer, Hans Wagner, Fritz Seynstahl, Adam Geiling, Willi Mellinger, Heinrich Schneider und Adam Rüger mit. Formal endete das Verfahren am 1. Juni 1973. Viele Buchbrunner hatten dabei selbst Hand- und Gespanndienste geleistet. Frauen waren beim Einbau des Schotters im Einsatz gewesen. Die größeren Felder und guten Wege stellten für viele nun eine enorme Arbeitserleichterung dar. Gerade deshalb traf die Nachricht von einer neuen Autobahntrasse den Ort empfindlich: Man fürchtete erneut Zerschneidungen und Landverluste.

Der Einsatz der Gemeinde und der betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe
Hans Gernet, seit 1966 Bürgermeister, brachte die Bedenken gegen die Autobahnplanung in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn vor. Dabei ging es auch um die Sorge, dass das Dorf nach der großen Neuordnung der 1960er Jahre ein weiteres Mal in ein umfangreiches Flurbereinigungsverfahren geraten könnte. Ein erster Teilerfolg wurde 1976 erreicht: Für Buchbrunn sollte keine vollständige neue Flurbereinigung stattfinden. Stattdessen war nur eine Teilbereinigung vorgesehen, die an das Verfahren in Biebelried angeschlossen wurde. Aus den Erörterungsterminen, die in den folgenden Jahren stattfinden, sind Akten erhalten. Sie erzählen besonders eindringlich von den Menschen, deren Äcker unmittelbar betroffen waren. Betroffene Landwirtinnen und Landwirte aus Buchbrunn, unter ihnen Lilli Deligas und Hans Biener, erschienen bei den Erörterungsterminen im Juni 1976 und 1977 um über Zufahrten, Ersatzäcker, Ernteausfälle und die Zukunft ihrer Betriebe zu sprechen. Dabei ging es hauptsächlich um Ersatzland für Äcker, die der Trassenführung zum Opfer fielen. Unter anderem Hans Biener erklärte eindringlich, es gehe um seine „weitere landwirtschaftliche Existenz".

Der Laushügel blieb stehen
Auch aus Sicht des Denkmalschutzes gab es ein unbedingt schützenswertes Stück Land: Den Laushügel. Der vorgeschichtliche Grabhügel lag unmittelbar im Planungsraum von A7 und B8. Bereits im Zuge der Flurbereinigung war seine Fläche auf Initiative der Denkmalpflege aus der ackerbaulichen Nutzung genommen, begrünt und vom Landkreis erworben worden. Als die Autobahnplanung begann, hatte die Denkmalpflege umgehend seinen Erhalt gefordert und sich durchgesetzt: Der bis heute erhaltene Laushügel ist damit ein sichtbares Ergebnis des damaligen Ringens um Fortschritt und Bewahrung.

Vom Einschnitt zum Standortvorteil

Das neue Teilstück der A7 zwischen Biebelried und

Am 11. Juli 1977 erließ die Regierung von Unterfranken den Planfeststellungsbeschluss. Die eigentlichen Streckenarbeiten begannen im März 1978. Die Baustelle veränderte über Jahre das Bild der Buchbrunner Höhe: Erdbewegungen, Baumaschinen und neue Brückenbauwerke wurden Teil des Alltags. Heute ist aus dem damals umstrittenen Verkehrsprojekt ein Standortvorteil geworden; die gute Verkehrsanbindung trägt zur Attraktivität Buchbrunns als Wohnort bei. Im Rückblick ist die Geschichte der A7 bei Buchbrunn dennoch keine einfache Fortschrittsgeschichte. Sie erzählt von einem langen Ringen, von einem Bürgermeister, der selbstbewusst für seinen Ort eingetreten ist, und von Familien, die um ihre wirtschaftliche Zukunft rangen. Damit steht der Bau der A7 für ein neues Kapitel der örtlichen Mobilitätsgeschichte, das nur unter mühsamen Auseinandersetzungen und Einschnitten aufgeschlagen werden konnte.