Aus der Sitzung des Gemeinderates
Der Gemeinderat beschäftigte sich erneut mit dem Glasfaserausbau in der Gemeinde. Sie befindet sich bereits im bisherigen Verfahren nach der ehemaligen bayerischen Gigabit-Richtlinie und muss dafür nach Abzug von Fördermitteln lediglich zehn Prozent an Eigenmitteln aufbringen.
Da der Ausbau privatwirtschaftlich erfolgt, kommen nicht alle Gebiete in den Genuss. Über die Gigabit-Richtlinie 2.0 ist nun auch eine Förderung von Gebieten möglich, die noch nicht durch Glasfaser oder andere Hochgeschwindigkeitsleitungen erschlossen sind.
Das mit der Betreuung beauftragte Fachbüro machte vier noch unterversorgte Adressen ausfindig, darunter den Kindergarten und den Dorfladen KummRei. Die Kosten für den Ausbau sind unverbindlich mit 160.000 Euro bis 200.000 Euro prognostiziert, der Gemeindeanteil läge bei zehn Prozent. „Wenn wir nicht zusagen, werden wir voraussichtlich keine anderen Fördermittel bekommen„, gab Bürgermeister Christian Oppel zu bedenken. Auf Nachfrage ließ er wissen, dass der Auftrag nur für alle Anschlüsse vergeben werden könne.
Ein Gemeinderatsmitglied nannte die möglichen Kosten für vier Anschlüsse außerordentlich hoch. „Es wird aber kaum ein günstigeres Angebot geben„, räumte das Ratsmitglied ein. In der Abstimmung votierte der Bürgermeister als Einziger für die Fortführung des Förderverfahrens. Ein weiteres Gemeinderatsmitglied verfolgte die Debatte verwundert. Es hat die Versorgung zwar bereits vor der Haustür liegen, ist aber nicht angeschlossen.
Der TSV Buchbrunn hat aus Eigenmitteln zwei Mähroboter beschafft und bekam dafür bereits Fördermittel. Die Anschaffung ersetzt den bisher betriebenen Rasenmähtraktor und spart damit Treibstoff und Personalkosten. Oppel merkte an, dass der TSV mehr für den Unterhalt des Sportareals leiste als vereinbart, und plädierte für einen Zuschuss. Die Ratsrunde tat sich zunächst schwer, eine Entscheidung zu treffen, denn alle Gemeinderatsmitglieder sind Mitglieder im TSV. Dann aber einigte man sich einstimmig auf einen Betrag von 5.000 Euro, entsprechend etwa 20 Prozent der Bruttokosten. Im Haushalt stehen für den TSV ohnehin Mittel in Höhe von 3.000 Euro bereit.
Zum Baufortschritt im Hühnerberg berichtete Oppel, dass das Aufbringen der Deckschicht kurz vor dem Abschluss stehe und Vermessungen liefen. Noch in der ersten Oktoberhälfte will sich der Gemeinderat nicht öffentlich mit Kalkulationen und Vergaben befassen.
Der Bürgermeister kündigte für den 8. Oktober eine Bürgerversammlung an.
Autor: Gerhard Bauer mit geringfügiger Anpassung durch Judith Brückner






