Aus der Sitzung des Gemeinderates
Der Gemeinderat verabschiedete als letzter in den VG-Gemeinden den Haushalt 2026. Bürgermeister Christian Oppel und der neue VG-Kämmerer Julius Then stellten der Ratsrunde die Ausarbeitung als Leitlinie für die Investitionen vor.
Der Verwaltungshaushalt ist mit 2.957.700 Euro (Vorjahr: 2.986.700 Euro) und damit stabil angesetzt. Im Vermögenshaushalt sind nach 2.910.300 Euro im Vorjahr nun 3.587.800 Euro eingeplant. Bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt muss die Gemeinde mit 312.000 Euro (352.000 Euro) auskommen. Während auch die Gewerbesteuer um 10.000 Euro auf 70.000 Euro zurückging, steigt die Grundsteuer auf 81.500 Euro (75.600 Euro).
Für den Dorfladen sind 35.000 Euro (50.000 Euro) verzeichnet. Die VG-Umlage geht von 249.500 Euro auf 220.700 Euro zurück. Ebenso müssen für die Kinderbetreuung rund 100.000 Euro weniger ausgegeben werden.
Allerdings steigt die Kreisumlage sehr deutlich von 582.900 Euro auf 624.700 Euro. Die Rücklagen für Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung sind aufgebraucht. „Für 2027 stehen Neukalkulationen ins Haus„, kündigte Then an. Beim Abwasser stehen nach 244.100 Euro im Vorjahr 180.600 Euro im Haushalt.
Dass der Friedhof mit Ausgaben von 31.100 Euro bei 7.500 Euro Einnahmen nicht kostendeckend betrieben werden kann, ist nicht neu.
Die größten Einnahmen zeichnen sich bei der Einkommensteuerbeteiligung mit 853.400 Euro (864.332 Euro) und den Schlüsselzuweisungen mit 555.400 Euro (577.560 Euro) ab. Sie liegen deutlich unter der Kreisumlage.
Der Vermögenshaushalt ist weiterhin vom Neubaugebiet geprägt. Aus Rücklagen werden 2,4 Millionen Euro zugeführt. Es steht zwar die Veräußerung von Baugrundstücken an, doch zunächst kostet der Straßenbau 535.000 Euro, die Beleuchtung 120.000 Euro, die Abwasserbeseitigung 724.000 Euro und die Wasserversorgung 122.000 Euro. Die Investitionen belaufen sich auf insgesamt 1,99 Millionen Euro.
Die Grundsteuern A (260 Prozent) und B (185 Prozent) sowie die Gewerbesteuer (320 Prozent) bleiben unverändert.
„Die Gemeinde ist und bleibt schuldenfrei, eine Darlehensaufnahme ist für 2026 nicht vorgesehen", fasste Kämmerer Then zusammen.
Investitionen im Bereich der Feuerwehr mit einem neuen Fahrzeug und der Erweiterung des Gebäudes tauchen erst in der Finanzplanung für die Jahre 2027 bis 2029 auf.
Vereinzelte Nachfragen aus dem Gemeinderat beantworteten Then und Oppel sofort. Ein Gemeinderatsmitglied vermisste in der Vorlage Einnahmen aus den gemeindlich betriebenen Photovoltaikanlagen, etwa auf den Dächern des Dorfladens, der Schule und der Turnhalle. Hier sagte die Kämmerei eine Überprüfung zu. Das Gemeinderatsmitglied bat zudem darum zu überprüfen, ob sich die im Vorjahr beschlossenen Mieterhöhungen, etwa bei den gemeindeeigenen Wohnhäusern, auf die Mietverträge ausgewirkt haben.
Autor: Gerhard Bauer mit geringfügiger Anpassung durch Judith Brückner






