Aus der Sitzung des Gemeinderates
Die Gemeinde beteiligt sich an der Sammelbeschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges LF10 durch den Freistaat. Bürgermeister Christian Oppel erinnerte, dass das jetzige Fahrzeug LF8 in die Jahre gekommen und heutigen Ansprüchen kaum noch gewachsen ist.
Die Kreisfeuerwehrführung empfahl die Anschaffung eines mittleren Löschfahrzeuges MLF, die örtliche Feuerwehr macht sich jedoch für das LF10 stark, da hier auch 1000 Liter Löschwasser mitgeführt werden können. Zudem ist in der Kabine Raum für eine Gruppe mit acht Personen.
Die Kosten für ein MLF belaufen sich ausstattungsabhängig auf bis zu 350.000 Euro, die Förderung des Freistaates liegt bei 73.580 Euro. Dabei muss die Gemeindekasse bis zu 277.000 Euro stemmen. Der Gemeindeanteil liegt für das LF10 bei bis zu 340.000 Euro, die Förderung beträgt 109.850 Euro bei Beschaffungskosten von bis zu 450.000 Euro.
Bürgermeister Oppel favorisierte wie die Feuerwehr das LF10. Er zitierte Kreisbrandrat Dirk Albrecht, der die Buchbrunner Feuerwehr mit 46 Aktiven, von denen tagsüber acht, nachts aber 17 Personen verfügbar sind, sehr gut aufgestellt sieht. In Buchbrunn gehören die Schulen, der Kindergarten, die Tagespflege und Versammlungsräume zu den örtlichen Einsatzbereichen, dazu ist entsprechende Ausrüstung Voraussetzung.
In jedem Falle, so Oppel, muss das Feuerwehrgebäude baulich angepasst werden, denn gleich welches Fahrzeug angeschafft wird, reicht die Fahrzeughalle nicht aus. Baumaßnahmen sind auch Voraussetzung, um die Fördermittel zu erhalten.
Der Gemeinderat beschloss schließlich, an der vom Landesfeuerwehrverband durchgeführten Sammelbestellung teilzunehmen. Die Beschaffung steht jedoch unter dem Vorbehalt der staatlichen Förderung. Aufgrund der Sammelbestellung kann sich noch ein günstigerer Preis ergeben.
Hannes Kristmann erinnerte, dass das Feuerwehrhaus seit Jahren in den Besichtigungsberichten der Kreisfeuerwehr auftaucht und Handlungsbedarf in jedem Fall besteht.
Aus der Dorfladen Analyse berichtete Oppel, dass die früheren Öffnungszeiten ab Schuljahresanfang wieder eingeführt werden. Trotz zeitweiliger personalbedingter kürzerer Öffnungszeiten ergaben sich weitgehend unveränderte Umsatzzahlen.
Dennoch müsse der Umsatz verbessert werden. Die Leitung will daher vermehrt für attraktive Preise werben. Oppel erinnerte an die Vorgaben, nach denen der Dorfladen als Nahversorger eingeführt wurde. Kaffee und Bistro seien als Nebeneffekt zu sehen.
Stefan Schmidt wünschte sich mehr Konstanz in der Präsentation und bei den Regalstandorten. Besonders ältere Kunden seien immer wieder irritiert von Veränderungen in der Gestaltung des Verkaufsraumes.
Am Ratstisch wurde zu dem beraten:
- Der Bürgermeister rief die Ratsrunde dazu auf, Vorschläge für den Ehrenamtspreis „soziales Engagement„ vorzulegen.
- Im Baugebiet derzeit laufende Pflasterarbeiten werden, wegen Urlaubs, für drei Wochen unterbrochen.
- Zum Hochwasserschutz wurden die Gräbern geputzt, große eingesetzte Steine sollen den Abfluss begrenzen. Zudem wurden Sandsäcke bestellt. Eine Info-Broschüre über eigene Maßnahmen ist in Vorbereitung.
- Im Zuge von Wartungsarbeiten an der Straßenbeleuchtung wurden die Leuchteinsätze ausgetauscht, die automatische Dimmung soll zu weniger Verbrauch führen. Der Austausch erfolgte im Rahmen der Wartungspauschale kostenfrei.
Der frühere Gemeinderat und als Gast anwesende Dieter Koch erinnerte, dass die Sonderausstellung im Rathaus zur Linearband-Keramik in Franken und besonders in Buchbrunn noch an zwei Wochenenden geöffnet ist.
Autor: Gerhard Bauer