Aus der Sitzung des Gemeinderates

Das Nachtragsangebot des mit der Erschließung im Baugebiet Hühnerberg beauftragten Unternehmens Pfeuffer sorgte im Gemeinderat für eine rege Debatte.
Stellvertretender Bürgermeister Christian Oppel stellte ein Angebot vor, das bei einem Auftragsvolumen von 1.302.067 Euro einen Preisnachlass von 27.067 Euro in Aussicht stellte, wenn der Gemeinderat den Auftrag für Tiefbauarbeiten nicht mehr nach Leistung, sondern nach pauschaler Vergütung abgerechnet sehen wollte.
Simon Pohley machte deutlich, dass der Preisnachlass nicht einmal 3 % ausmache und plädierte für den Fortbestand des Vertrages. Oppel gab zu bedenken, dass bei einer Abrechnung nach erbrachter Leistung weniger, aber auch höhere Kosten entstehen könnten. Thomas Friederich unterstrich, dass es um Gemeindefinanzen gehe, auch Dieter Koch zeigte sich vom Angebot nicht überzeugt.
Harald Kümmel sah in dem Nachtragsangebot eine Chance für das Unternehmen, den Auftrag zu verschlanken, da erbrachte Leistungen nicht mehr aufwendig gelistet und kontrolliert werden müssten. Anders als aus der Debatte zu erwarten war, entschied sich die Mehrheit dafür, das Angebot anzunehmen.
Bei den beiden weiteren Nachtragsangeboten zum Pflasterausbau und Asphaltierung der Verlängerung der Gartenstraße mit 42.441 Euro und dem Asphaltieren des Feldweges Richtung Kreisstraße KT8 mit 48.413 Euro fiel das Votum eindeutig aus: es wird vertagt.
Koch hatte die Vertagung angeregt, nachdem kein Zeitdruck zur Umsetzung besteht und ein Vergleichsangebot sinnvoll wäre. Thomas Friederich ergänzte, dass Angebote auch auf den Belag eingehen sollten. Kümmel gab zu bedenken, dass ein Wegeausbau starken Verkehr durch Streckenabkürzung auslösen könnte. Darüber soll erst bei der Vergabe eines Auftrages beraten werden.

Autor: Gerhard Bauer

Weitere Themen am Ratstisch waren:

Bekanntmachung zum Bürgeramt
Ehrenamtliche Pflege Gräber